Am Morgen des 26ten gegen 10.00Uhr kam die Besitzerin der oertlichen Autovermietung und holte uns vom Campingplatz ab. Glueck fuer uns, so konnten wir uns den Gewaltmarsch zurueck sparen ;)
| Von Outback (Highway, Uluru, Olgas, Kings Canyon) |
Schnell im Ortskern alle moeglichen Formulare unterschrieben, Sachen ins Auto geladen und dann ab zu Woolworth, um uns mit (natuerlich!) Bohnen und anderem Fertigessen fuer drei Tage Outback einzudecken! Wir waren einstimmig der Meinung, dass es im Outback so dermassen heiss werden wuerde, dass wir mal lockere 30 Liter Wasser gekauft haben.
Bis dato wussten wir noch nicht, dass es in regelmaessigen Abstaenden Wassertanks am Highway gibt, die man auch fuer Zaehne-Putzen usw. benutzen konnte.
Na ja, lieber zu viel als zu wenig!
Sachen ins Auto und dann ab raus aus Alice Springs und eigentlich einfach immer nur geradeaus (haben uns trotzdem auf den ersten 10km 2mal verfahren bzw die Offroad-Piste erwischt... befestigte Strasse hoert auf, Sand faengt an...).
| Von Outback (Highway, Uluru, Olgas, Kings Canyon) |
Als wir uns dann endlich cool genug vorkamen um nur mit Sonnenbrille und Unterhemd (Simon der Judas hatte ein T-Shirt drueber, um bei der Dame der Autovermietung einen besseren Eindruck zu hinterlassen!) (Hosen natuerlich auch) im Auto zu sitzen, haben wir dann die CD vom bluesigsten Japaner Australiens (der Strassenmusiker aus Melbourne) eingelegt und mal richtig die Country-Sau raushaengen lassen.
Als dann die erste Stunde und somit auch die CD vorbei war, entdeckten wir im Handschuh-Fach noch eine CD mit dem schoenen Titel "Best of Beer-Songs" Vol.2.
Nicht bewusst was uns da erwarten wuerde einfach eingelegt und schon droehnten uns die guten alten Lynyrd Skynyrd ihr "Sweet Home Alabama" entgegen! Geil!
Leider mussten wir in den naechsten drei Tagen feststellen, dass 2 CDs einfach nicht fuer 1500km ausreichen, wenn weit und breit kein Radioempfang ist. Unseren Spass hatten wir trotzdem. Kracher wie "Bad to the Bone", "Eye of the Tiger", "500 Miles", "Last Plane out of Sydney" und "Born to be Wild" passten auf diesem Trip einfach wie die Faust auf's Auge!
Einfach
-->hier<-- (Eye of the Tiger)
und wer nicht genug kriegen kann
-->hier<-- (Sweet Home Alabama)
(Sowohl Survivor als auch Lynyrd Skynyrd haben uns nach den Performances die Rechte an den Songs ueberschrieben)
klicken und sehen wieviel Spass zumindest Dennis hatte ;) Denn der hatte keinen Auslands-Fuehrerschein und konnte sich ganz bequem von Simon, der armen Sau, 1500km kutschieren lassen. Ein Traum! Gegen 18.00Uhr sind wir dann am Ayers Rock angekommen, haben erstmal 25$ fuer den Eintritt in den Nationalpark berappt und sind dann zu verschiedenen Aussichtspunkten und Laufwegen gefahren um ein paar gut Fotos zu schiessen.
| Von Outback (Highway, Uluru, Olgas, Kings Canyon) |
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Die Meinungen ueber den grossen Stein in der Mitte Australiens gehen wohl auseinander, wir beide sind uns aber einig, dass der Klotz wirklich atemberaubend ist und ganz anders als man ihn von Bildern kennt.
Nach Sonnenuntergang und rechtzeitig zum Beginn eines Schauers (der die ganze Nacht anhalten sollte), sind wir wieder ins Auto zurueck und dann auf den hiesigen Campingplatz. Nach sinnlosem Rumgetucker haben wir dann auch die Rezeption gefunden und fuer 16$ pro Person einen Stellplatz fuer unser Auto gemietet, wo wir die Nacht drin verbrachten. Ungefaehr 5 Minuten nach Ankunft dann der erste Aerger ueber die sinnlosen 16$ (uns hat natuerlich waehrend unseres Aufenthaltes niemand nach dem Berechtigungsschein fuer's Campen gefragt):
Die Kueche, bzw. die Kochstellen waren nicht ueberdacht, also konnten wir unser Abendessen nicht kochen und mussten auf ein voellig ueberteuertes Restaurant ausweichen und haben dann aus Budget-Gruenden nur ein "All you can eat" an der Salatbar bestellt und einfach unverschaemt viel gegessen (Brownies zusammen mit Maiskolben, Nudelsalat und Apfelkuchen... ah ja, bevor es einer von den Snobs da abkriegt... tse).
Das Publikum dort bestand groesstenteils aus Moechtegern-Outbackflaschen, die die grosse grosse Wueste gemuetlich von ihrem klimatisierten Zimmer mit Flatscreen, schickem Bad und Mini-Bar betrachtet haben, sich dann aber wie Crocodile-Dundee anziehen. Die sollen erstmal 3 Wochen am Stueck ein Unterhemd tragen!! Ungewaschen!!
Auf unseren Frust wollten wir uns dann wenigstens schoen gemuetlich im Kofferraum unseres Kombis mit Wein oder Bier, oder was es dort so gibt berieseln, jedoch mussten wir dann erfahren, dass es nach 21.00Uhr kein Troepfchen Alkohol mehr gibt und der dortige Supermarkt nur Mischgetraenke wie alkoholfreies Bier mit Pflaumenextrakt verkauft.
Also einfach frustriert zurueck gefahren, noch etwas ueber den scheiss Abend geaergert und dann frueh pennen gegangen, um den Sonnenaufgang am naechsten Morgen beim Ayers Rock zu verbringen.
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