Den letzten Tag des Jahres verbrachten wir vorwiegend damit, Postkarten und Briefmarken zu kaufen, um den Lieben daheim insgesamt 30 wundervolle Gruesse zu schreiben. Auf die Arbeit folgt bekanntlich das Vergnuegen und so kauften wir noch ein bisschen was zu trinken bei Woolworth und dem Bottleshop nebenan ein.
Nach dem Abendessen (keine Bohnen, sondern leckere beef sausages) haben wir uns dann gemuetlich auf der Veranda auf das neue Jahr vorbereitet.
So gegen 22:30Uhr machten wir uns dann auf den Weg, um die Pubs an der nahegelegenen Promenade mal offen zu sehen und nicht, wie am ersten Abend ins Townsville, nur vor verschlossenen Tueren zu stehen.
Die erste Anlaufstelle war das "Flynns", weil wir dort, dank eines Gutscheins, einen Pitcher Guinness fuer 10$ bekamen. Danach ging es dann die Strasse entlang von Pub zu Pub und so gegen 23:55 Uhr, wir hatten unterwegs noch 1....2 Bier getrunken, suchten wir uns einen guten Platz direkt am Ufer, um das Feuerwerk zu sehen, das wir aber nicht gesehen haben, weil es zu bewoelkt war.
| Von Townsville |
Kurz nach Mitternacht (man beachte die amtlichen Fotos "Impressionen bei Nacht") haben wir dann ein Pub mit dem schoenen Namen "Cactus Jack"entdeckt, in dem wir uns unsere eigenen Cocktails zusammenstellen durften, weil der Mann an der Theke keinen reinen Wodka ausschenken durfte und wir ihm deshalb gesagt haben, mit was wir denn unseren Wodka gerne trinken wuerden.
| Von Townsville |
Da der Barkeeper scheinbar kein Ass in Mathe ist, haben wir fuer 2 Cocktails gerade mal 7$ zahlen muessen. Daraufhin hat der nette Mann dann aber mal die gute Absinth-Flasche extra fuer uns zwei Pappnasen aufgemacht und uns was daraus kredenzt.
Die Stimmung war so gut und die Kehle immernoch so trocken, dass die 3 vollen Glaeser direkt neben uns von irgendwelchen Typen, die scheinbar vergessen hatten diese abzuholen (standen schon 2 Minuten unangeruehrt da!!), so verlockend waren, dass er sich nicht 2mal bitten liess und die Gunst der Stunde nutzte und wir danach dann den Laden doch verlassen haben.
Nachdem wir dann noch "two shots from the thing in the green bottle near the Smirnoff" (Zitat Dennis, daraufhin Zitat Barkeeperin: "Are you sure?") und "two Tia Maria" getrunken hatten (alle in einem anderen Pub, man wollte ja keinen schlechten Eindruck machen), war gegen 1:30Uhr am Morgen doch schon der Punkt erreicht, um sich auf den Heimweg zu machen.
Da in "Flynns" aber gerade gute Musik lief (Foo Fighters und Pearl Jam) und die Stimmung doch ganz ausgelassen war, wollten wir noch einen letzten Absacker dort trinken. Gesagt getan, noch schnell die Lieder mitgesungen und dann ab Richtung Hostel.
| Von Townsville |
Da sich bei Dennis noch keine Muedigkeitserscheinungen breit machten, entschied er sich dann noch in dem Pub gegenueber alleine einzukehren um vielleicht mit anderen Backpackern anzustossen. Der Besuch dort waehrte aber nicht lange, da nach 5 Sekunden an der Theke irgendjemand sein Bier auf Dennis Hose verteilte, das gekaufte Bier scheisse schmeckte und irgendeine Mitt-40-Jaehrige Dennis kurzzeitig verwechselte und ihren Arm ueberschwenglich um ihn legte. Bei genauerem Hinsehen war das ganze Publikum im fortgeschrittenen Alter und so hatte Dennis sein Bier nur zur Haelfte getrunken und entschied sich dann auch nach Hause zu gehen.
Simon lag so um 2:00 Uhr seelenruhig im Bett und schlief, als Dennis etwa um 3:30Uhr etwas....konfus...auftauchte, Simon weckte und irgendetwas von gerade gekauftem Waschmittel erzaehlte, wollte Simon es dann doch genauer wissen.
Dennis hat wohl auf dem Weg vom Pub zum Hostel noch einen kurzen Abstecher zu den PCs gemacht, um dort (der gute Wille zaehlt) eine nette Mail an seine Mutter zu schicken und 2 wirklich sinnfreie Gaestebucheintraege im blog zu hinterlassen. Da das Guthaben auf der Karte nicht ausreichte, Dennis kein passendes Kleingeld fuer das Internet hatte und der Automat kein Wechselgeld raus gibt, hat er, in weiser Vorraussicht, Waschmittel dazu gekauft. (Respekt vor solch einer rationalen Entscheidung...kluges Finanzmanagement)
Da Dennis irgendwo seine Kontaktlinsen ausgezogen hatte (warum auch immer) und somit nicht nur betrunken, sondern auch noch fast blind war, musste Simon wohl oder uebel aufstehen und sich um ihn kuemmern. Also gingen wir runter in die Kueche, wo Dennis noch ein Erdnussbutter-Sandwich essen und viiiiel Wasser trinken sollte.
| Von Townsville |
Ohne Dennis nach irgendetwas ueber Erdnussbutter oder Elvis gefragt zu haben, erklaerte er Simon, waehrend er sein Sandwich mampfte, wieso Elvis mit so viel Stil gestorben sei. Denn Elvis, so Dennis feste Ueberzeugung, ass unmittelbar vor seinem Tod ein Erdnussbutter-Sandwich mit gebackenen Bananen.
| Von Townsville |
Dieser Monolog ("ja Dennis, iss mal dein Sandwich auf" - "Ne Simon, unterbrich mich nicht!") zog sich dann noch ein paar Minuten und Simon, der inzwischen wieder voellig nuechtern war, hatte seine Muehe damit Dennis zu ueberzeugen, dass es langsam Zeit waere, ins Bett zu gehen. Dennis musste aber unbedingt nochmal auf die Toilette und entdeckte dort Rasierschaum, den wohl jemand dort vergessen hatte. Also deckte Dennis Simon, der geduldig und leicht besorgt vor der Tuer wartete, erstmal mit Rasierschaum ein (auf das gute Unterhemd!!!). Das hat man davon, wenn man anderen hilft :-)
So gegen 4:00 Uhr konnten wir dann schlafen gehen. Gegen halb 7 nutzte Simon seine Chance fuer einen Rachefeldzug und schlich sich aus dem Zimmer, um den Rasierschaum aus dem Bad zu holen und den schafenden Dennis von Kopf bis Fuss einzuspruehen. Die Aktion gab von Dennis aber nur 8/10 Punkten, da Simon es versaeumt hatte, Fotos zu machen (angeblich aus Fairness-Gruenden, spielt fuer Dennis aber keine Rolle).
Somit war dann auch unsere Silvester-Nacht endlich vorbei und wir konnten noch drei Stuendchen schlafen... aber schoen war's gewesen!
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